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08.03.2018

Albtraum altes Garagentor

Sein altes Garagentor tauscht man meistens nicht aus Sicherheitsgründen aus. Wie gefährlich ein in die Jahre gekommenes Garagentor sein kann, ist vielen
nicht bewusst. Im vorliegenden Fall wurde ein Kleinkind eingequetscht.

 
Ein Albtraum: Mutter und Kind sind auf dem Weg zur Kita. Vor dem Einsteigen ins Auto huscht das zweijährige Kind in einem unbemerkten Moment in die Garage, in dem sich das Tor gerade automatisch schließt. Der Junge wird mit hoher Kraft eingeklemmt und das Tor lässt sich nicht mehr öffnen und auch nicht bewegen. Erst nach fast einer Viertelstunde kann das Kind mithilfe des Großvaters befreit werden und muss von den Rettungskräften reanimiert werden. Heute, nach vier Monaten, geht es dem Kleinen zum Glück wieder gut und er ist vollständig genesen. Ein Unfall, der ganz anders hätte ausgehen können.

Gefahr absolut unterschätzt

Als die Familie vor einigen Jahren das Haus kaufte, befanden sie das darin eingebaute automatisch betriebene Holzgaragentor für passend und gaben ihm lediglich einen neuen Anstrich. Dass das Tor erhebliche Sicherheitsmängel aufwies, war ihnen nicht bewusst. „Wir möchten von unserem Unfall berichten, weil wir besonders Eltern und Großeltern auf die Gefahren eines alten Garagentores aufmerksam machen möchten. Hätten wir damals direkt das Tor gegen ein neues austauschen lassen, wäre das nicht passiert“, sagt die betroffene Mutter. Nach dem tragischen Unglück wendet sich die Familie sofort an den ortsansässigen Fachbetrieb für Bauelemente Helmut Grauer vom Tür + Tor Team Sindelfingen. Dieser empfiehlt dringend den Toraustausch und nimmt
diesen kurze Zeit später vor.

Aus einer Fachmann-Hand

Helmut Grauer verkauft ausschließlich Garagentore und die dazugehörigen Antriebe vom Tor- und Türhersteller Hörmann: „Wir verkaufen das Produkt und bauen es beim Kunden ein. Damit sind wir letztendlich für die Sicherheit der Anlage verantwortlich und übernehmen die Gewährleistung. Nur bei Herstellern, die Garagentore und Antriebe gemeinsam aus eigener Entwicklung anbieten, kann hundertprozentig davon ausgegangen werden, dass Tor und Antrieb aufeinander abgestimmt sind und damit einwandfrei und sicher funktionieren.“ Nach nur wenigen Stunden ist das alte Tor aus und das neue Hörmann Garagen-Sectionaltor inklusive Antrieb eingebaut. Auch wenn an Ort und Stelle nicht zu sehen ist, dass überhaupt Montagearbeiten stattgefunden haben, stellt das neue Tor nun nicht nur optisch, sondern auch sicherheitstechnisch einen wesentlichen Unterschied zu dem alten Schwingtor dar.

Tipps fürs sichere Tor

Fachmann Klaus Recker, Teamleiter der der Kundenbetreuung Hörmann Antriebstechnik, erklärt, worauf es bei Garagen-Sectionaltoren ankommt: „Elementar ist, dass die so genannten Betriebskräfte eingehalten werden, das heißt, dass das Tor nur mit maximal 400 Newton (rund 40 Kilo) auf ein Hindernis auftreffen darf. Anschließend muss das Tor nach wenigen Millisekunden (750 ms) von selbst rever sieren, also nach oben fahren, und das Hindernis freigeben.“ In dem vor liegenden Fall lagen die Kräfte, mit denen der Junge eingeklemmt wurde, bei fast 800 Newton (etwa 80 Kilo) und das Tor hat das Kind nicht mehr frei gegeben. Nicht nur das: Es ließ sich weder elektrisch mit Schlüsseltaster noch mit der mecha nischen Notentriegelung öffnen.

Checklisten

Und Klaus Recker hat noch weitere Tipps: „Zudem sollte auf einen Fingerklemmschutz geachtet werden, damit die Finger beim Zufahren nicht zwischen den einzelnen Tor-Sectionen eingequetscht werden können. Ein Feder-in-Feder-System an den Seiten des Tores sorgt dafür, dass beim Brechen einer Feder eine weitere Feder das Tor hält, sodass ein Abstürzen des Tores vermieden wird und die defekte Feder durch Herumschleudern Personen nicht verletzen kann“. Auf diese und weitere Aspekte können Hausbesitzer ihr Garagentor mit Hilfe von Sicherheits-Checklisten von Hörmann einfach selbst überprüfen.

Mehr Informationen

Weitere Informationen, sowie die angesprochenen Checklisten finden Sie in der zugehörigen PDF (2592 KB) oder auf unseren Seiten zu den Sicherheitsprüfungen von Garagentoren.


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